Was kostet die Grundsteuererklärung 2022 beim Steuerberater?

Die Kosten für die Grundsteuererklärung beim Steuerberater können entweder durch ein Pauschalhonorar oder gemäß der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) abgerechnet werden. Für die Erstellung der Grundsteuererklärung kann ein Pauschalpreis von 200 bis 300 Euro vereinbart werden. Einige Kanzleien bieten die Erstellung der Grundsteuererklärung für Wohngrundstücke auch schon für weniger als 200 Euro an, wenn die benötigten Unterlagen digital zur Verfügung gestellt werden.

Alternativ kann der Steuerberater die Erstellung der Grundsteuererklärung nach der StBVV abrechnen. Die Höhe des Honorars hängt dabei vom Gegenstandswert und dem Gebührensatz ab. Im Bundesmodell entspricht der Gegenstandswert dem Grundsteuerwert, während in den Ländermodellen von Bayern, Hamburg, Hessen und Niedersachsen ein fiktiver Grundsteuerwert bestimmt wird. Der Gegenstandswert beträgt mindestens 25.000 €, und der Gebührensatz liegt zwischen 1/20 und 9/20.

Ein Beispiel: Für ein in Nordrhein-Westfalen gelegenes Einfamilienhaus mit einem Grundsteuerwert von 250.000 Euro würde das Honorar bei einer Abrechnung nach der Mittelgebühr (5/20) etwa 741,97 Euro betragen.

Ein weiteres Beispiel: Für eine in Hessen gelegene Wohnung mit einem Grundsteuermessbetrag von 108,50 Euro und einem fiktiven Grundsteuerwert von 350.000 Euro (ermittelt durch 108,50 / 0,00031) würden bei einer Abrechnung zu einem Gebührensatz von 3/20 Steuerberaterkosten in Höhe von 516,46 Euro anfallen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die genannten Preise nur beispielhaft sind und die tatsächlichen Kosten je nach Steuerberater und individueller Situation variieren können.

Was ist die Grundsteuererklärung und wozu dient sie?

Die Grundsteuererklärung ist eine Erklärung, die von den Eigentümerinnen und Eigentümern von Grundbesitz abgegeben werden muss. Sie dient dazu, den Grundsteuerwert festzustellen, der als Grundlage für die Berechnung der Grundsteuer dient. Die Grundsteuer ist eine Steuer, die auf den Grundbesitz erhoben wird, einschließlich der Gebäude und Betriebe der Land- und Forstwirtschaft.

Die Grundsteuererklärung ist wichtig, da die Einnahmen daraus den Städten und Gemeinden zugutekommen und eine wichtige Einnahmequelle für sie darstellen. Mit den Steuereinnahmen können Infrastrukturprojekte, Bildungseinrichtungen und andere öffentliche Dienstleistungen finanziert werden. Ohne die Grundsteuererklärung würde der Staat wichtige finanzielle Mittel verlieren, um die Gemeinden am Laufen zu halten und den Bürgern eine gute Lebensqualität zu bieten.

Die Grundsteuererklärung musste reformiert werden, da das bisherige System der grundsteuerlichen Bewertung vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig erklärt wurde. Die Reform beinhaltet neue Bewertungsregeln für die Grundsteuer und sieht vor, dass der gesamte Grundbesitz in Deutschland auf den Stichtag 1. Januar 2022 neu bewertet wird. Diese Reform soll sicherstellen, dass die Grundsteuer fair und gerecht berechnet wird, basierend auf aktuellen Grundstückswerten.

Um die Grundsteuererklärung abzugeben, müssen Eigentümerinnen und Eigentümer eine elektronische Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts an das Finanzamt übermitteln. Die Reform ermöglicht es den Gemeinden auch, ab dem Jahr 2025 auf unbebaute, baureife Grundstücke einen erhöhten Hebesatz festzulegen. Dies soll dazu beitragen, dass brachliegende Flächen schneller entwickelt und genutzt werden können.

  • Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Grundsteuererklärung eine wichtige Pflicht für Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundbesitz ist. Sie dient dazu, den Grundsteuerwert festzustellen und bildet die Grundlage für die Berechnung der Grundsteuer. Die Grundsteuer ist eine bedeutende Einnahmequelle für Städte und Gemeinden, die zur Finanzierung von öffentlichen Dienstleistungen verwendet wird. Die Reform der Grundsteuererklärung hat zu neuen Bewertungsregeln und einer Neubewertung aller Grundstücke in Deutschland geführt. Zudem ermöglicht sie den Gemeinden, ab 2025 einen erhöhten Hebesatz auf unbebaute, baureife Grundstücke festzulegen.

Welche Informationen werden für die Grundsteuererklärung 2022 benötigt?

Um die Grundsteuererklärung 2022 abzugeben, müssen verschiedene Informationen bereitgestellt werden. Hier ist eine Übersicht über die erforderlichen Angaben:

  • Allgemeine Angaben zu den Grundstückseigentümern wie Name, Adresse und Kontaktdaten.
  • Angaben zur genauen Lage und Bezeichnung des Grundstücks, einschließlich der Straße, Hausnummer und ggf. weiterer spezifischer Merkmale.
  • Im Falle einer bereits zugeordneten Steuernummer oder eines Einheitswert Aktenzeichens sollten diese ebenfalls angegeben werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass je nach Bundesland zusätzliche Informationen erforderlich sind, abhängig vom gewählten Berechnungsmodell für die Grundsteuer:

  • Für das Bundesmodell (in Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) müssen spezifische Angaben gemäß dem gewählten Modell gemacht werden.
  • In Baden-Württemberg (Bodenwertmodell) sind die Grundstücksfläche und der Bodenrichtwert erforderlich.
  • In Bayern (Flächenmodell) sind spezifische Angaben gemäß dem bayerischen Flächenmodell erforderlich.
  • In Hamburg (Wohnlagenmodell) sind die Grundstücksfläche und die Wohn-/Nutzfläche anzugeben.
  • In Hessen (Flächen-Faktor-Verfahren) sind die Grundstücksfläche und die Wohn-/Nutzfläche erforderlich.
  • In Niedersachsen (Flächen-Lage-Modell) müssen Angaben zur Grundstücksfläche, zur Wohn-/Nutzfläche, zum Bodenrichtwert und zum durchschnittlichen Bodenrichtwert gemacht werden.

Die Grundsteuererklärung kann ab dem 1. Juli 2022 elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden. Die Frist zur Abgabe der Erklärung endet am 31. Januar 2023. Es ist wichtig, die erforderlichen Informationen und Unterlagen fristgerecht einzureichen, um mögliche Sanktionen zu vermeiden.

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Welche Kosten können bei der Grundsteuererklärung beim Steuerberater entstehen?

Bei der Erstellung einer Grundsteuererklärung können Kosten beim Steuerberater anfallen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass einige Steuerberater möglicherweise überhöhte Preise verlangen. Als Eigentümer eines durchschnittlichen Einfamilienhauses in normaler Lage empfiehlt es sich, Vergleichsangebote einzuholen, wenn der Preis für die Feststellungserklärung 800 Euro übersteigt.

Um die Grundsteuererklärung so gut wie möglich zu verstehen, ist es ratsam, sich ausführlich darüber zu informieren und den Grundsteuerrechner zu nutzen. Dieser kann dabei helfen, den Grundsteuerwert sowie die voraussichtliche Grundsteuer ab dem Jahr 2025 annähernd zu berechnen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die aktuellen Hebesätze, auf denen der Rechner basiert, sich bis 2025 in den meisten Fällen ändern werden.

Um die Kostenübersicht für die Beauftragung eines Steuerberaters sowie mögliche zusätzliche Ausgaben zu erhalten, sollten Eigentümer nicht zögern, verschiedene Angebote einzuholen und diese miteinander zu vergleichen. Dadurch können sie sicherstellen, dass sie einen fairen Preis für die Grundsteuererklärung erhalten und potenziell überteuerte Dienstleistungen vermeiden.

Vorteile der Beauftragung eines Steuerberaters für die Grundsteuererklärung 2022

Die Beauftragung eines erfahrenen Steuerberaters bietet zahlreiche Vorteile und Mehrwerte bei der Bearbeitung der Grundsteuererklärung 2022. Mithilfe eines Steuerberaters können Sie sicherstellen, dass Sie alle Anforderungen der Grundsteuerreform rechtzeitig erfüllen. Die HSP-Kanzleien verfügen über umfangreiche Erfahrung und Kompetenz in der Bearbeitung von Grundsteuererklärungen, sodass Sie sich auf ihre Fachkenntnisse verlassen können.

Eine weitere Stärke der HSP-Kanzleien liegt in ihrer flexiblen Zusammenarbeit. Unabhängig davon, ob Sie die Bearbeitung Ihrer Grundsteuererklärung lieber digital oder papierbasiert abwickeln möchten, bieten die Kanzleien entsprechende Möglichkeiten an. Sie können Ihre Grundstücksangaben und Dokumente entweder bequem online im Mandantenportal “Grundsteuer digital” erfassen und hochladen oder den gesamten Auftrag per Post abwickeln, ohne zusätzliche Kosten.

Um Ihnen bestmöglich helfen zu können, benötigen die HSP-Kanzleien bestimmte Informationen und Unterlagen. Dazu gehören unter anderem ein gesonderter Auftrag zur Erstellung der Grundsteuererklärung, eine Vollmacht von jedem (Mit-)Eigentümer, eine Kopie des Personalausweises zur Identitätsfeststellung sowie Angaben zu den Einheitswertbescheiden und den Schreiben des Finanzamts bezüglich der Grundsteuerreform. Zudem ist ein möglichst aktueller Grundbuchauszug für alle Grundstücke erforderlich.

Ablauf der Grundsteuererklärung 2022 beim Steuerberater

Wenn Sie sich dazu entschieden haben, einen Steuerberater mit der Erstellung Ihrer Grundsteuererklärung 2022 zu beauftragen, gehen Sie durch einen klaren Prozess, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Schritte eingehalten werden. Hier ist eine detaillierte Beschreibung des Prozesses und der Schritte, die bei der Beauftragung eines Steuerberaters für die Grundsteuererklärung durchlaufen werden:

1. Vorbesprechung und Unterlagen: Zunächst vereinbaren Sie einen Termin mit einem Steuerberater, um Ihre Situation zu besprechen und alle relevanten Unterlagen vorzulegen. Dazu gehören der Grundbuchauszug, Kauf- und Darlehensverträge, Unterlagen über Eigentumsverhältnisse, der Einheitswertbescheid/Grundsteuermessbescheid und Informationen zur Wohn- bzw. Grundfläche des Gebäudes.

2. Datenerhebung und -analyse: Der Steuerberater wird Ihre Unterlagen sorgfältig prüfen und die erforderlichen Angaben ermitteln, um die Grundsteuererklärung korrekt auszufüllen. Dazu gehören die Steuernummer bzw. das Aktenzeichen, die Lage des Grundstücks, die Grundstücksfläche, der Bodenrichtwert, die Nutzungsart und das Baujahr des Gebäudes.

3. Erstellung der Grundsteuererklärung: Auf Basis der gesammelten Informationen wird der Steuerberater die Grundsteuererklärung in Ihrem Namen erstellen. Hierbei greift er auf sein Fachwissen und seine Erfahrung zurück, um sicherzustellen, dass alle relevanten Aspekte berücksichtigt werden und die Erklärung korrekt ausgefüllt ist.

4. Beratung und Einreichung der Erklärung: Nachdem die Grundsteuererklärung erstellt wurde, wird der Steuerberater Sie über die Ergebnisse informieren und bei Fragen und Unklarheiten beraten. Sobald Sie mit dem Inhalt der Erklärung zufrieden sind, wird der Steuerberater die Erklärung online über ein ELSTER-Zertifikat an das Finanzamt übermitteln.

Die Beauftragung eines Steuerberaters für die Grundsteuererklärung bietet Ihnen professionelle Unterstützung und Gewissheit, dass alle erforderlichen Schritte korrekt durchgeführt werden. Beachten Sie jedoch, dass die Kosten für den Steuerberater von der Steuer abgesetzt werden können und Sie dadurch von einer möglichen Kostenersparnis profitieren können.

Alternative Möglichkeiten zur Beauftragung eines Steuerberaters für die Grundsteuererklärung 2022

Steuerberater spielen eine wichtige Rolle bei der Erstellung der Grundsteuererklärung. Sie können jedoch teuer sein und manchmal ist es nicht einfach, einen passenden und vertrauenswürdigen Experten zu finden. Daher gibt es auch alternative Möglichkeiten, die es ermöglichen, die Grundsteuererklärung auf effiziente und kostengünstige Weise zu bearbeiten. Hier sind einige Optionen:

  • Selbstständige Erstellung: Wenn man über ausreichende steuerliche Kenntnisse verfügt, kann man die Grundsteuererklärung auch selbst erstellen. Dies erfordert jedoch ein gutes Verständnis der Steuergesetze und -vorschriften sowie die Bereitschaft, Zeit und Aufwand zu investieren. Es ist wichtig, alle relevanten Dokumente und Informationen zu sammeln und die erforderlichen Berechnungen korrekt durchzuführen.
  • Online-Steuerplattformen: Es gibt verschiedene Online-Plattformen, die es ermöglichen, die Grundsteuererklärung selbstständig durchzuführen. Diese Plattformen bieten oft Schritt-für-Schritt-Anleitungen und automatische Berechnungen, um den Prozess zu erleichtern. Es ist jedoch wichtig sicherzustellen, dass die Plattformen sicher sind und die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen erfüllen.
  • Steuerberatungsunternehmen: Neben den traditionellen Steuerberatern gibt es auch spezialisierte Steuerberatungsunternehmen, wie beispielsweise die Thömen Steuerberatung, die sich auf die Erstellung der Grundsteuererklärung spezialisiert haben. Diese Unternehmen bieten ihre Dienste oft online an und ermöglichen eine einfache und bequeme Buchung über ihre Internetseiten. Ein großer Vorteil solcher Unternehmen ist ihre deutschlandweite Tätigkeit, die unabhängig vom Bundesland eine Beauftragung ermöglicht. Die Kosten werden vor der Beauftragung festgelegt und sind unabhängig vom individuellen Grundstücks- oder Immobilienwert.
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Es ist wichtig, Vor- und Nachteile abzuwägen, bevor man sich für eine alternative Option zur Beauftragung eines Steuerberaters entscheidet. Selbstständiges Erstellen kann kostengünstig sein, erfordert jedoch ein hohes Maß an Fachwissen und Engagement. Online-Steuerplattformen bieten eine gewisse Unterstützung, aber man sollte sicherstellen, dass sie die individuellen Anforderungen erfüllen. Spezialisierte Steuerberatungsunternehmen können eine gute Option sein, da sie Expertenwissen bieten und ein individuelles Angebot für die Grundsteuererklärung ermöglichen.Egal für welche alternative Möglichkeit man sich entscheidet, es ist wichtig, alle erforderlichen Dokumente und Informationen sorgfältig zu sammeln und den Prozess rechtzeitig zu beginnen, um mögliche Fristen einzuhalten und die Grundsteuererklärung korrekt und effizient zu erstellen.

Aktuelle Regelungen und Änderungen zur Grundsteuererklärung 2022 in Deutschland

Die grundlegenden Regelungen und Änderungen zur Grundsteuererklärung in Deutschland für das Jahr 2022 sind wichtige Informationen für Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer. Mit dem Gesetzespaket zur Reform der Grundsteuer hat der Bundesgesetzgeber dafür gesorgt, dass die Grundsteuer als bedeutende Einnahmequelle für Gemeinden auch nach 2019 erhalten bleibt. Damit wird sichergestellt, dass die Kommunen weiterhin auf diese wichtigen Einnahmen zugreifen können.

Die Grundsteuererklärung basiert weiterhin auf dem bisherigen Verfahren zur Ermittlung der Grundsteuer, bei dem der Grundsteuerwert mit der Steuermesszahl und dem Hebesatz multipliziert wird. Der Grundsteuerwert wird vom Finanzamt anhand einer Feststellungserklärung ermittelt, die von den Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern ausgefüllt werden muss. Dabei müssen Angaben zur Lage des Grundstücks, der Grundstücksfläche, dem Bodenrichtwert, der Gebäudeart, der Wohnfläche und dem Baujahr des Gebäudes gemacht werden. Die Feststellungserklärung muss voraussichtlich bis zum 31. Januar 2023 abgegeben werden.

Die meisten Bundesländer setzen das sogenannte Bundesmodell bei der Berechnung der neuen Grundsteuer um. Dabei gibt es jedoch einige Abweichungen bei der Höhe der Steuermesszahlen einiger Länder. Einige Bundesländer wie Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen und Niedersachsen wenden sogar ein eigenes Grundsteuermodell an. Die neu berechnete Grundsteuer wird ab dem Jahr 2025 auf Basis des Grundsteuerbescheides fällig, bis dahin gelten jedoch weiterhin die bestehenden Regelungen. Es ist wichtig, dass Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer fristgerecht ihre Feststellungserklärung abgeben, um möglichen Problemen und Nachzahlungen vorzubeugen.

Risiken und Konsequenzen bei fehlerhafter Grundsteuererklärung in Deutschland

Bei fehlerhafter Grundsteuererklärung in Deutschland können verschiedene Risiken und Konsequenzen auftreten. Wenn die Steuererklärung nicht fristgerecht abgegeben wird, kann das zuständige Finanzamt einen Verspätungszuschlag auferlegen. Dieser beträgt oft mehrere Hundert Euro. Falls trotzdem keine Steuererklärung eingereicht wird, kann ein Zwangsgeld verhängt werden.

Wenn falsche Angaben gemacht werden oder die Steuererklärung vollständig fehlt, kann das Finanzamt eine Schätzung vornehmen. Diese Schätzung erfolgt in der Regel zu Ungunsten des Grundstückseigentümers, da das Finanzamt den Grundstückswert eher großzügig anlegt.

  • Es gibt keine erneute Verlängerung der Abgabefrist für die Grundsteuererklärung. Die Frist läuft am 31. Januar endgültig aus. Unions-Abgeordnete und der Interessenverein Bund der Steuerzahler fordern zwar einen weiteren Aufschub, doch aufgrund des engen Zeitplans bei der Berechnung der neuen Grundsteuer ist eine Verlängerung laut den Behörden nicht möglich.
  • Die Finanzämter arbeiten auf Hochtouren, um die eingereichten Steuererklärungen rasch zu bearbeiten. Es wurden bereits hunderttausende Bescheide über den Grundsteuerwert ausgestellt und an die Grundstücksbesitzer verschickt. Der Grundsteuerwert bildet die Basis für die Berechnung der Grundsteuer ab Januar 2025.

Die Finanzverwaltung will bei Verzögerungen in den meisten Fällen kulant sein. Da es sich bei den Grundsteuergesetzen um neues Recht handelt, sollen zunächst Erinnerungsschreiben an die Eigentümer verschickt werden, etwa vier Wochen nach Ablauf der Frist.

Insgesamt müssen in Deutschland 36 Millionen Grundstücke neu bewertet werden. Knapp 60 Prozent der Steuerpflichtigen haben ihre Grundsteuererklärung bereits eingereicht, die restlichen 40 Prozent müssen sie noch abgeben.

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